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Als alter Angeber, der ich bin, gibts erstmal ein paar Zahlen: Im August letzten Jahres ist der youtube Kanal von Localartists.de online gegangen ist. Seitdem habe ich dort 18 Konzertmitschnitte und sechs Trailer und andere Videos gepostet. Diese 24 Videos wurden bisher über 8000 mal angeklickt. Sechs der Videos haben über 700 Klicks, zwei davon über 1000. Soviel dazu 😉 Viel interessanter ist natürlich, was es damit auf sich hat.

Hier ein Beispiel (edit: Aktuelleres Video eingefügt. Das Video von the secret sits findet ihr hier):

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[/slider] The DogHunters – Welcome to the journey of the hunt

Also erstmal zur Erklärung: Localartists.de ist eine Plattform um über junge Bands und Musiker zu berichten und auf ihre oftmals großartige Arbeit aufmerksam zu machen. Dazu muss man sagen, dass wir mit dem Projekt kein Geld verdienen, bzw. nichtmals kostendeckend arbeiten. Das liegt etwas platt gesagt daran, dass sich mit jungen Bands einfach schlecht Geld verdienen lässt. Wenn 1000 Klicks für eine Band, die grad ihr erstes Livevideo im Netz hat, eine grandiose Zahl ist, sind das in youtube Größenordnungen Peanuts. Dafür würd es sich nichtmals lohnen, daran zu denken, die Monetarisierung anzuschalten.

Meine Motivation junge Bands zu filmen, war aber auch eine ganz andere. Auf dem studentischen Festival „Studis dreh’n am Rad“ im Juni letzten Jahres habe ich mehr oder weniger aus Spaß mal meine Kameras mitgenommen und einige der Bands gefilmt. Schnell habe ich gemerkt, dass es eine ziemliche Herausforderung ist, damit zu einem guten Ergebnis zu kommen. Fürs erste blieb vieles dem Zufall überlassen. Zudem sind zwei Kameras echt zu wenig, vor allem wenn eine mal ausfällt 😉

Nichtsdestotrotz fand ich es spannend unter Live-Bedingungen an meiner Kameraführung zu arbeiten. Einerseits ist das natürlich riskant: Wenn es mal nicht klappt, ist die Aufnahme im Eimer. Andererseits bin ich oftmals auf die Bands, die ich filmen wollte, zugegangen und die Aufnahmen fanden in einem unverbindlichen Rahmen statt. Ein ideales Experimentierfeld also!

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[/slider] Querformat bei „Studis dreh’n am Rad 2013“

Verrückt wird es dann, wenn vor der Bühne, auf der man gerade am Experimentieren ist, über 3000 Leute stehen. Dazu kam es, als die Band Miaomio als Vorband von Katzenjammer auf dem Bonner Kunstrasen aufgetreten ist. Zum Glück hatte ich dabei Hilfe von Sebastian und war auch schon einigermaßen geübt mit der Kamera, sodass ein paar kurze Ausschnitte sogar auf Einsfestival ausgestrahlt wurden.

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[/slider] Miaomio mit „Tanzen, Baby“ auf dem Kunstrasen

Neben den Konzerten habe ich auch mit anderen Formaten experimentiert. Zum Beispiel war ich mit Domingo an der Ruhr zu einem gemütlichen Film-Dreh-Spaziergang unterwegs. Dabei war vor allem die Tonabnahme eine Herausforderung. Ein einfaches Aufnahmegerät an einem Einbeinstativ gaben eine gute, improvisierte Tonangel ab, mit der Martin von The Great Faults den Ton abgenommen hat.

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[/slider] Domingo – „You and I“ Akustikaufnahme an der Ruhr

Als weiteres Experiment war ich beim Uniradio bonnfm, als Ahmed von GENDA dort zu Gast war. Die Mischung aus Doku und Musik finde ich nach wie vor sehr spannend. Vor allem wenn die Kameras in der Pause einfach mal mitlaufen und die Gefilmten sich darüber im Nachhinein sogar freuen und das Material veröffentlicht werden kann. Aber seht selbst:

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Aber es ging ja eigentlich um Livekonzerte. Der Höhepunkt der bisher von mir gefilmten Konzerte war der Auftritt von „The DogHunters“ beidem Bandwettbewerb toys2masters. Eigentlich wollte ich nur einen Song von jeder der sechs Bands filmen, die dort auftraten. Da mich der Auftritt der fünf Jungs aber schon während dem Filmen so mitgerissen hat, habe ich einfach weiter draufgehalten. Weil die Kameraführung chaotisch genug war, hab ich es mir gespart, Material von den anderen Kameras zwischen zu schneiden.

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Gefilmt habe ich den Auftritt aus der Hand ohne irgendwelches Zugehör wir Rig oder Follow Focus. Nur mit der Canon 650D und dem 50 mm 1,8 I. Die „I“ ist bei dem Objektiv wichtig, weil die neuen Objektive wohl schlechter verarbeitet sind und einen mickrigen Fokusring mit kurzen Fokusweg haben. Das „I“er Modell wird schon seit ca 20 nicht mehr gebaut, sodass die Linse vermutlich älter ist als die Bandmitglieder o)

Wie gehts weiter?
Ich muss sagen, dass ich während der vielen Konzerte und Aufnahmen unglaublich viel gelernt habe, was Kameraführung und letztlich auch den Schnitt angeht. Die hier gezeigten Aufnahmen sind im Vorfeld nicht bis ins kleinste Detail durchgeplant worden. Mir ging es neben dem fertigen Video auch um die Praxiserfahung.

Eine Einschränkung ist sicherlich, dass ich oft alleine gefilmt hab. Das heißt es gibt eine bewegte und mehrere statische Kameras. Das ist für den Schnitt nicht immer ganz glücklich, da es nie ein bewegtes Bild zum gegenschneiden gibt. Das ist definitiv eine Sache, die ich bei zukünftigen Mitschnitten versuchen werde zu ändern. Darüber hinaus werde ich in nächster Zeit wesentlich weniger „raushauen“, was die Quantität angeht. Die Projekte, die ich machen werde und auch gerade schon laufen, werden gezielter und in Kooperation mit anderen filminteressierten Menschen laufen.

Dazu gehören zwei „richtige“ Musikvideos, die eine ganz andere Herangehensweise erfordern. Über diese äußerst spannenden Prozesse werde ich euch auf facebook und twitter auf dem Laufenden halten. Und zu gegebener Zeit natürlich auch hier.